Von leeren Pools zur Halfpipe

Die gebogenen Rampen des Skateparks haben ihren Ursprung in Kalifornien. In den 1970er Jahren fuhren Skater in leeren, runden Swimmingpools, deren Wände in die Senkrechte führten. Aus dieser Form entwickelten sich die ersten Holzrampen, die Halfpipes. BMX-Fahrer übernahmen die Rampen schnell. Die Disziplin, in der auf großen Halfpipes gefahren wird, heißt im BMX „Vert“, nach dem englischen „vertical“.

Kleine Halfpipe aus Holz mit Metallgeländern auf den Plattformen
Eine kleine Halfpipe mit Plattformen auf beiden Seiten. Die Übergänge zur Fahrfläche sind mit Blech verstärkt. · Foto: Loki841990, CC0, Wikimedia Commons

Die wichtigsten Rampenformen

RampeFormGeeignet für
Minirampkleine Halfpipe, meist 1–1,5 m hochEinsteiger, flüssiges Fahren
Halfpipe (Vert)über 3 m hoch, oben senkrechtFortgeschrittene, Airs
Quarterpipeeine Hälfte einer HalfpipeRichtungswechsel, Airs
Bankschräge, gerade FlächeAnfahrt, Tempo
FunboxPlateau mit Rampen und KantenSprünge, Grinds
Rail / CurbGeländer oder KanteGrinds und Slides

Die Maße unterscheiden sich von Park zu Park. Allen gemeinsam ist der Übergang von flach nach steil, die Transition. Je größer ihr Radius, desto sanfter fährt sich die Rampe. Enge Radien sind schnell und verlangen viel Körperspannung.

Holz, Beton oder Stahl?

Rampen aus Holz sind leise und federn etwas nach. Sie werden oft in Hallen gebaut. Draußen haben sich Betonparks durchgesetzt, weil sie wetterfest und nahezu wartungsfrei sind. Rampen aus Stahl mit Kunststoffbelag findet man in vielen Gemeindeparks; sie sind modular und lassen sich umbauen. Für BMX-Fahrer macht das einen Unterschied: Auf Beton greifen die Reifen besser, auf lackiertem Stahl rutschen sie leichter.

Skate-Rampen für zu Hause

Für den Garten gibt es kleine Quarterpipes, Kicker und Miniramps als Bausatz. Für Skateboards braucht es eine sehr glatte Fahrfläche und eine saubere Kante, für BMX-Räder vor allem Stabilität. Eine Rampe, die beides kann, ist aus stabilem Holz mit glatter Beschichtung gebaut und fest verankert. Maße und Sicherheit für den Hausgebrauch beschreibt der Beitrag über BMX-Rampen.

Wer fährt wie?

Skater fahren die Rampen mit wenig Tempo und viel Gefühl, BMX-Fahrer kommen schneller und springen höher. Scooter-Fahrer liegen dazwischen. Für alle gilt: Wer einen Park zum ersten Mal besucht, fährt die Linien anderer erst einmal ab, bevor er selbst loslegt. Mehr über das Gerät der Scooter-Fahrer steht im Beitrag über den BMX-Roller, über Bretter mit großen Rollen im Beitrag über das Longboard.

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