Was Pegs sind und wofür man sie braucht

Pegs werden auf die Achsen des Vorder- und Hinterrads geschoben und mit der Achsmutter festgeschraubt. Sie ragen seitlich heraus und dienen als Standfläche oder Gleitfläche. Im Flatland stellt man sich auf sie, um das Rad im Stand zu drehen. Im Street-Fahren rutscht man mit ihnen über Mauerkanten, Geländer oder Bordsteine, sogenannte Grinds. Im Park kommen sie an der Kante von Rampen zum Einsatz.

Die ersten Pegs entstanden in den 1980er Jahren, als Freestyle-Fahrer nach Möglichkeiten suchten, auf dem Rad zu stehen. Eine der ersten deutschen Firmen, die Pegs herstellte, war KHE mit den doppelt konischen Do-Pegs – mehr dazu im Beitrag über KHE BMX Bikes.

Verschiedene BMX-Pegs aus Metall nebeneinander aufgereiht
Pegs in verschiedenen Formen und Materialien. Moderne Pegs sind meist zylindrisch. · Foto: KHEbikes, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Welches Material?

MaterialVorteileNachteile
Stahlsehr haltbar, rutscht gleichmäßigschwer
Aluminiumleichtnutzt sich an Kanten schnell ab
Kunststoff (Nylon)leise, schont Kanten, leichtverschleißt, muss ersetzt werden
Kunststoffhülle auf Stahlkernhaltbar und gleitfähigteurer

Für Flatland werden gern leichte Aluminium-Pegs genutzt, weil man darauf steht und nicht rutscht. Street-Fahrer greifen zu Stahl oder Kunststoffhüllen. Viele Skateparks sehen Kunststoff-Pegs lieber, weil sie die Kanten weniger beschädigen.

Das passende Achsmaß

Pegs gibt es für unterschiedliche Achsdurchmesser. Verbreitet sind 14 Millimeter am Hinterrad und 10 Millimeter (3/8 Zoll) am Vorderrad. Oft liegt ein Adapterring bei, mit dem ein Peg auf beiden Achsen passt. Wichtig ist außerdem, dass die Achse lang genug ist: Sie muss durch den ganzen Peg reichen, damit die Mutter genügend Gewindegänge greift.

Pegs an Kinderrädern

An einem 12- oder 16-Zoll-Rad sind Pegs selten sinnvoll. Kleine Kinder lernen erst, auf dem Rad zu balancieren und zu springen; Pegs bringen zusätzliches Gewicht und können bei Stürzen gegen das Bein schlagen. Sinnvoll werden sie, wenn ein Kind sicher auf dem 20-Zoll-BMX fährt und erste Tricks lernen will.

Die ersten Tricks mit Pegs

Der Einstieg sind einfache Standübungen: im Stand mit einem Fuß auf den hinteren Peg steigen, das Gleichgewicht halten und wieder zurück aufs Pedal. Danach folgen Rollübungen, bei denen man während der Fahrt auf den Peg wechselt. Erste Grinds übt man an niedrigen, glatten Kanten, etwa an einer Bordsteinkante oder an einer kleinen Box im Skatepark. Wer zu Hause üben will, findet passende Hindernisse im Beitrag über BMX-Rampen.

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