Die wichtigsten Rampentypen

Im BMX werden vor allem vier Formen genutzt. Der Kicker ist eine kurze, gebogene Absprungrampe, die das Rad nach oben wirft. Die Funbox ist ein Tisch mit Auffahrt und Abfahrt, auf dem man über das Plateau springen oder rollen kann. Die Quarterpipe ist eine Viertelröhre, die bis in die Senkrechte führt und für Drehungen und Richtungswechsel genutzt wird. Dazu kommt der Pumptrack, eine geschlossene Wellenbahn, die man ohne zu treten nur durch Körperbewegung durchfährt.

Seitenprofil eines Kickers und einer Quarterpipe mit Transition, Coping und PlattformKicker: kurze AbsprungrampePlattform (Deck)Coping (Kantenrohr)HöheTransition (Radius)Quarterpipe: Rundung bis in die Senkrechte
Kicker und Quarterpipe im Seitenprofil. Die Rundung einer Quarterpipe heißt Transition, die Kante oben Coping.

Maße für Kinder und Einsteiger

Für den Anfang reicht ein flacher Kicker mit 20 bis 30 Zentimetern Höhe und einer langen, sanften Rundung. Wichtig ist, dass die Absprungkante nicht zu steil ist: Je steiler der Winkel, desto stärker schleudert die Rampe das Rad nach oben und hinten. Für Kinder auf 16-Zoll-Rädern sind sehr flache Rampen und kleine Wellen ideal, auf denen sie lernen, das Vorderrad zu entlasten.

RampeEinsteigerhöheHinweis
Kicker20–30 cmlange, flache Auffahrt wählen
Funbox30–40 cmPlateau mindestens 1 m lang
Quarterpipe60–90 cmRadius größer als Höhe
Wellen (Rollers)15–30 cmmehrere hintereinander

Material und Bauweise

Die meisten Heimrampen bestehen aus einem Holzgerüst mit einer Fahrfläche aus Siebdruckplatten oder mehrschichtigen Sperrholzplatten. Für draußen braucht das Holz Wetterschutz. Fertig gekaufte Rampen aus Kunststoff oder Metall sind leichter und wetterfester, dafür oft kleiner. Wer selbst baut, sollte auf eine rutschfeste Oberfläche, abgerundete Kanten und eine stabile Verschraubung achten. Sichtbare Schrauben müssen versenkt sein.

Der Pumptrack als Alternative

Ein Pumptrack ist für Kinder oft die beste Übungsbahn. Man fährt über Wellen und durch Steilkurven und erzeugt Geschwindigkeit, indem man den Körper im richtigen Moment auf und ab bewegt. So lernen Kinder das Gefühl für Timing und Gewichtsverlagerung, das sie später für Sprünge brauchen. In vielen Städten und Gemeinden gibt es inzwischen öffentliche Pumptracks aus Asphalt, auf denen sich Kinder mit Laufrad, BMX und Scooter die Bahn teilen.

Asphaltierter Pumptrack mit Wellen und Steilkurven in einem Park
Öffentlicher Pumptrack in einem Park: Wellen und Kurven wechseln sich ab, getreten wird kaum. · Foto: 4300streetcar, CC BY 4.0, Wikimedia Commons

Tipps fürs Üben

Kinder lernen am schnellsten, wenn sie eine Übung oft wiederholen, statt sich an immer größeren Rampen zu versuchen. Wer die ersten kleinen Sprünge beherrscht, kann an einer Kante erste Pegs-Tricks üben. Für Skater und Scooterfahrer sind die Rampen oft dieselben – Unterschiede erklärt der Beitrag über Skate-Rampen.

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