BMX mit 18 Zoll: die Zwischengröße
Das 18-Zoll-BMX füllt eine Lücke: Kinder wachsen aus dem 16-Zoll-Rad heraus, kommen mit einem vollwertigen 20-Zoll-BMX aber noch nicht zurecht. Die Größe ist seltener als die Nachbarn – und genau deshalb lohnt ein genauer Blick.
Für wen passt ein 18-Zoll-BMX?
Als Faustregel gilt: Ein 18-Zoll-Rad passt Kindern mit einer Körpergröße von etwa 120 bis 145 Zentimetern, also grob im Alter von sieben bis zehn Jahren. Die Spanne ist groß, weil Hersteller ihre Rahmen unterschiedlich lang bauen und weil Kinder mit gleicher Körpergröße unterschiedlich lange Beine und Arme haben. Entscheidend ist nicht die Zahl auf dem Karton, sondern wie das Kind auf dem Rad sitzt.
Der Unterschied zu 16 und 20 Zoll
Ein 18-Zoll-Laufrad hat einen Felgendurchmesser von 355 Millimetern (ETRTO), das 16-Zoll-Rad kommt auf 305 und das 20-Zoll-Rad auf 406 Millimeter. Der Sprung ist also jeweils rund fünf Zentimeter. Mit dem größeren Laufrad rollt das Rad ruhiger über Unebenheiten und verliert auf Wellen weniger Schwung. Gleichzeitig steigt die Tretlagerhöhe, und das Kind muss sich weiter strecken, um mit den Füßen an den Boden zu kommen.
Dazu kommt die Rahmenlänge. Typische 18-Zoll-Rahmen haben ein Oberrohr von etwa 17 bis 18 Zoll. Ein kurzes 20-Zoll-Rad aus dem Rennsport (Rahmengröße „Mini“) liegt im selben Bereich. Wer zwischen beiden schwankt, sollte beide ausprobieren – das 20-Zoll-Rad hat den Vorteil, dass Reifen und Ersatzteile überall erhältlich sind.
| 16 Zoll | 18 Zoll | 20 Zoll (Mini-Rahmen) | |
|---|---|---|---|
| Körpergröße (Richtwert) | 105–130 cm | 120–145 cm | 125–150 cm |
| Felgen-Ø (ETRTO) | 305 mm | 355 mm | 406 mm |
| Oberrohr (typisch) | 15–16,5 Zoll | 17–18 Zoll | 17,5–18 Zoll |
| Ersatzreifen | gut erhältlich | seltener | überall |
Richtig Probesitzen
Beim Probesitzen gibt es drei einfache Prüfungen. Erstens: Das Kind steht über dem Oberrohr, beide Füße flach auf dem Boden, und es bleibt eine Handbreit Luft zwischen Rohr und Körper. Zweitens: Auf dem Sattel sitzend erreicht es mit beiden Fußballen den Boden. Drittens: Die Arme sind beim Greifen des Lenkers leicht gebeugt, nicht durchgestreckt.
Da BMX-Räder meist im Stehen gefahren werden, ist der Sattel weniger wichtig als bei einem Tourenrad. Er sitzt tief und dient eher zum Rollen und Ausruhen. Viel wichtiger ist, dass das Kind im Stehen genug Platz zwischen Lenker und Knien hat.
Worauf beim Kauf achten
Weil die 18-Zoll-Größe seltener ist, bieten viele Hersteller nur ein oder zwei Modelle an. Umso wichtiger ist es, auf die Grundlagen zu achten: ein möglichst geringes Gewicht, Felgenbremse mit verstellbarem Hebel, eine solide Kurbel und Reifen mit mindestens 2 Zoll Breite. Details dazu im Überblick Mini-BMX-Bikes.
Wenn das Kind in den Verein möchte, lohnt vorher ein Anruf: Manche Vereine verleihen Räder in Zwischengrößen oder kennen Familien, die ein Rad abgeben. Im Rennsport startet ein 18-Zoll-Rad in der Regel ganz normal in der Altersklasse; Rahmengröße und Laufrad sind bei den jüngsten Klassen nicht vorgeschrieben.
Wann auf 20 Zoll umsteigen?
Der Wechsel ist fällig, wenn die Knie beim Treten im Stehen den Lenker berühren oder das Kind im Sitzen die Beine nicht mehr strecken kann. Wie der Übergang zum großen BMX gelingt und welche Rahmenlänge dann passt, steht im Beitrag über das BMX mit 20 Zoll.
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