Race-BMX: gebaut für die Rennstrecke
BMX Racing ist olympisch, und doch stehen bei den meisten Rennen Kinder am Start. Ihre Räder sehen aus wie die der Profis, nur kleiner. Die Rennrahmen sind in feinen Stufen sortiert, und „Mini“ ist dort keine Umschreibung, sondern eine genaue Größe.
Die Rennstrecke in Kurzform
Eine BMX-Rennbahn ist etwa 300 bis 400 Meter lang. Bis zu acht Fahrer starten gleichzeitig hinter einem Startgatter, das nach vorn umklappt. Es folgen ein steiler Starthügel, mehrere Geraden mit Sprüngen und Wellen sowie überhöhte Kurven. Ein Lauf dauert bei Kindern meist deutlich unter einer Minute. Seit den Sommerspielen 2008 in Peking gehört BMX Racing zum olympischen Programm.

Rahmengrößen: von Micro Mini bis Pro XL
Race-Rahmen werden nach der Oberrohrlänge in Größenklassen eingeteilt. Die Namen unterscheiden sich leicht von Hersteller zu Hersteller, die Reihenfolge ist aber überall gleich. Die kleinsten Klassen sind für Kinder ab etwa fünf Jahren gedacht.
| Rahmengröße | Oberrohr (etwa) | Laufrad | Richtwert Körpergröße |
|---|---|---|---|
| Micro Mini | 16–16,5 Zoll | 18 oder 20 Zoll | bis ca. 125 cm |
| Mini | 17–17,5 Zoll | 20 Zoll | ca. 120–135 cm |
| Junior | 18–18,5 Zoll | 20 Zoll | ca. 130–145 cm |
| Expert | 19–19,5 Zoll | 20 Zoll | ca. 140–160 cm |
| Expert XL | 19,75–20 Zoll | 20 Zoll | ca. 150–170 cm |
| Pro und größer | ab 20,5 Zoll | 20 Zoll | ab ca. 165 cm |
Weil Race-Räder im Stehen gefahren werden, passen Rahmen mit längerem Oberrohr oft besser als erwartet. Im Zweifel hilft ein Probetraining im Verein, bei dem verschiedene Größen ausprobiert werden können.
Die Übersetzung
Ein Race-BMX hat nur einen Gang. Wie schwer er sich tritt, bestimmt das Verhältnis von Kettenblatt zu Ritzel. Das Beispiel unten zeigt eine im Freestyle verbreitete Kombination; Rennfahrer wählen je nach Bahn, Alter und Kraft eigene Werte.
Eine kleine Übersetzung beschleunigt am Start schnell, erreicht aber früher ihre Höchstgeschwindigkeit. Eine große Übersetzung braucht Kraft, bringt aber auf langen Geraden mehr. Für Kinder gilt: lieber etwas zu leicht als zu schwer. Wer den Starthügel hinunter nicht mehr mittreten kann, hat einen zu großen Gang.
Was ein Race-Rad sonst ausmacht
- Gewicht: Race-Räder sind oft aus Aluminium oder Carbon gebaut und leichter als Freestyle-Räder.
- Reifen: schmaler als im Freestyle, meist um 1,6 bis 1,95 Zoll, mit Profil für lose Kurven.
- Klickpedale: Ab einer gewissen Klasse fahren viele mit Pedalsystem; Einsteiger beginnen mit Flatpedals.
- Bremse: Eine funktionierende Hinterradbremse ist im Rennen Pflicht, meist eine V-Brake.
Wie ein Kinderrennen abläuft
Bei Kinderrennen fahren die Jüngsten in Altersklassen, oft nach Jahrgängen getrennt, bei vielen Veranstaltungen auch in Mädchen- und Jungenklassen. Jeder Fahrer hat mehrere Vorläufe, in denen Punkte gesammelt werden; die Besten erreichen das Finale. Ein Renntag besteht deshalb für Kinder aus drei bis fünf kurzen, intensiven Läufen und viel Warten dazwischen – Proviant und warme Kleidung gehören in die Tasche.
Einsteiger brauchen dafür kein teures Rennrad. Viele beginnen mit ihrem normalen 20-Zoll-BMX oder einem Mini-BMX und wechseln erst später auf ein echtes Race-Rad.
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