Die Rennstrecke in Kurzform

Eine BMX-Rennbahn ist etwa 300 bis 400 Meter lang. Bis zu acht Fahrer starten gleichzeitig hinter einem Startgatter, das nach vorn umklappt. Es folgen ein steiler Starthügel, mehrere Geraden mit Sprüngen und Wellen sowie überhöhte Kurven. Ein Lauf dauert bei Kindern meist deutlich unter einer Minute. Seit den Sommerspielen 2008 in Peking gehört BMX Racing zum olympischen Programm.

Mehrere BMX-Fahrer mit Integralhelmen warten nebeneinander am Startgatter
Kurz vor dem Start: Die Fahrer stehen nebeneinander am Gatter, die Vorderräder berühren das Blech. · Foto: Spc. Jarred Woods, Public domain, Wikimedia Commons

Rahmengrößen: von Micro Mini bis Pro XL

Race-Rahmen werden nach der Oberrohrlänge in Größenklassen eingeteilt. Die Namen unterscheiden sich leicht von Hersteller zu Hersteller, die Reihenfolge ist aber überall gleich. Die kleinsten Klassen sind für Kinder ab etwa fünf Jahren gedacht.

RahmengrößeOberrohr (etwa)LaufradRichtwert Körpergröße
Micro Mini16–16,5 Zoll18 oder 20 Zollbis ca. 125 cm
Mini17–17,5 Zoll20 Zollca. 120–135 cm
Junior18–18,5 Zoll20 Zollca. 130–145 cm
Expert19–19,5 Zoll20 Zollca. 140–160 cm
Expert XL19,75–20 Zoll20 Zollca. 150–170 cm
Pro und größerab 20,5 Zoll20 Zollab ca. 165 cm

Weil Race-Räder im Stehen gefahren werden, passen Rahmen mit längerem Oberrohr oft besser als erwartet. Im Zweifel hilft ein Probetraining im Verein, bei dem verschiedene Größen ausprobiert werden können.

Die Übersetzung

Ein Race-BMX hat nur einen Gang. Wie schwer er sich tritt, bestimmt das Verhältnis von Kettenblatt zu Ritzel. Das Beispiel unten zeigt eine im Freestyle verbreitete Kombination; Rennfahrer wählen je nach Bahn, Alter und Kraft eigene Werte.

Kettenblatt mit 25 Zähnen und Ritzel mit 9 Zähnen, Übersetzung etwa 2,78Kettenblatt: 25 ZähneRitzel: 9 Zähne25 : 9 ≈ 2,78 Umdrehungen
Bei 25 Zähnen vorn und 9 hinten dreht sich das Hinterrad pro Kurbelumdrehung etwa 2,78-mal.

Eine kleine Übersetzung beschleunigt am Start schnell, erreicht aber früher ihre Höchstgeschwindigkeit. Eine große Übersetzung braucht Kraft, bringt aber auf langen Geraden mehr. Für Kinder gilt: lieber etwas zu leicht als zu schwer. Wer den Starthügel hinunter nicht mehr mittreten kann, hat einen zu großen Gang.

Was ein Race-Rad sonst ausmacht

  • Gewicht: Race-Räder sind oft aus Aluminium oder Carbon gebaut und leichter als Freestyle-Räder.
  • Reifen: schmaler als im Freestyle, meist um 1,6 bis 1,95 Zoll, mit Profil für lose Kurven.
  • Klickpedale: Ab einer gewissen Klasse fahren viele mit Pedalsystem; Einsteiger beginnen mit Flatpedals.
  • Bremse: Eine funktionierende Hinterradbremse ist im Rennen Pflicht, meist eine V-Brake.

Wie ein Kinderrennen abläuft

Bei Kinderrennen fahren die Jüngsten in Altersklassen, oft nach Jahrgängen getrennt, bei vielen Veranstaltungen auch in Mädchen- und Jungenklassen. Jeder Fahrer hat mehrere Vorläufe, in denen Punkte gesammelt werden; die Besten erreichen das Finale. Ein Renntag besteht deshalb für Kinder aus drei bis fünf kurzen, intensiven Läufen und viel Warten dazwischen – Proviant und warme Kleidung gehören in die Tasche.

Einsteiger brauchen dafür kein teures Rennrad. Viele beginnen mit ihrem normalen 20-Zoll-BMX oder einem Mini-BMX und wechseln erst später auf ein echtes Race-Rad.

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